block-& traversflöten · cello & gambe · cembalo
"Vorbilder und Nachklänge"
G.BÖHM Praeludium g moll, Cembalo solo
D.BUXTEHUDE Sonate für Gambe und Bc
F.DIEUPART Suite für Blockflöte und Bc
Joh.Seb.BACH Sonate d moll für Cembalo solo, BWV 964 (Bach’s eigener Bearbeitung seiner Violinsonate BWV 1003)
PAUSE
M.REGER Suite für Cello Solo
Joh.Seb.BACH Concerto d moll, für Blockflöte & Cembalo (BWV 593) (nach Bach’s Bearbeitung Vivaldi’s Op.3/8)
Seit der Romantik ist das Musikleben mit der strikten Unterscheidung zwischen Komponisten und Interpreten vertraut, wobei man vom letzteren vor allem erwartet, daß er die Vorschriften des ersten befolgt. Aber die Dominanz der dem Papier anvertrauten Noten ist eigentlich erst ein Phänomen jüngeren Datums. Man erwartete sowohl von den Komponisten als auch von den Instrumentalisten, wie Kompositionen in eindrucksvoller Weise zu arrangieren seien. Es verwundert nicht, daß auch JS Bach zahlreiche Bearbeitungen schrieb. Einerseits wohl, um sich mit bestimmten neuen Stilrichtungen vertraut zu machen, andererseits, um die von ihm als wertvoll erkannten Werke anderer Komponisten durch die konzertante Darstellung auf dem Tasteninstrumente einem größeren Kreis von Interpreten und Hörern zu erschließen.
Wie kein anderer Komponist hat Joh.Seb.Bach die Musikgeschichte bestimmt. In kurzer Zeit hat er (fast autodidaktisch) von seinen Vorgänger sowie Zeitgenossen (Couperin, Frescobaldi, Buxtehude, Böhm, Dieupart, etc.) gelernt, und im Nachhinein haben sich vielen Komponisten von Bach’s musikalischem Nachlaß inspirieren lassen (Mozart, Brahms, Reger, Webern, Britten, etc.).